Politiker wollen Freizeitgebiet mit See nun endgültig beerdigen!

Befürworter wollen mit dem Kopf durch die Wand und ignorieren den klaren Bürgerwillen.
Beschlüsse der Bezirksvertretungen Schildesche und Heepen folgend, soll der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz am kommenden Dienstag ein Finanzierungs- und Umsetzungskonzept „Naturschutz in der Johannisbachaue“ von der Verwaltung erarbeiten lassen.

Die Gegner des Untersees lassen nicht locker. Seit Jahren wird mit politischen Beschlüssen versucht, einen möglichen Freizeitsee für die Bielefelder Bürger zu verhindern. Monika Kammeier, Vorsitzende des Vereins pro Untersee weist darauf hin: „Alle bisher durchgeführten Umfragen belegen, die deutliche Mehrheit der Bielefelder Bürger vermisst ein Freizeitgewässer! Es fehlt den Menschen in unmittelbarer Nähe ein frei zugänglicher wasserbezogener Naturraum zur Erholung und zum Sporttreiben.“

Aber die Befürworter wollen mit dem Kopf durch die Wand und ignorieren den klaren Bürgerwillen. Und wollen bereits investierte Millionenbeträge durch Handheben vernichten. Als hätte Bielefeld keine anderen Sorgen, soll jetzt ein Finanzierungs- und Umsetzungskonzept „Naturschutz in der Johannisbachaue“ beschlossen werden.

Wo bleibt denn da der Mensch? Frei zugänglicher und vielseitiger Erholungsraum ist für Jung und Alt wichtig.

Erst kürzlich belegten Studien: Kinder vermissen attraktive Spielflächen und sie lernen immer seltener das Schwimmen. Was hat sich in den vergangen Jahrzehnten geändert? Könnte es daran liegen, dass der jungen Generation ein ungezwungener Zugang und das Spielen in der Natur völlig abhanden gekommen sind?
Eine, wie von einigen Gruppen gefordert, unter Naturschutz gestellte Johannisbachaue, die den Menschen weiträumig ausgrenzt, wirkt hier nach Meinung von Monika Kammeier absolut kontraproduktiv.
Nur ein Leben in und mit der Natur, lehrt den respektvollen Umgang mit ihr.

So träumten bereits unsere „Großväter“ davon, dass vor über 100 Jahren in der Johannisbachaue existierende Gewässer, für nachfolgende Generationen zu einem Freizeitsee auszubauen. Für eine Umsetzung dieser weitsichtigen Idee investierten Stadtväter bereits viel Zeit und Steuergeld in Planungen und Grundstückskäufe.

Politiker sollten mit schnellen Entscheidungen nicht einen solchen Attraktivitätsgewinn der Stadt Bielefeld für immer und ewig verbauen. Von Ihrer Entscheidung hängt es ab, den Weg für einen See freizuhalten oder gar zu öffnen, um dem Wunsch ihrer Bürger zu entsprechen.

 

Mit hoffnungsfrohen Grüßen

Monika Kammeier
- Vorsitzende -
Bielefeld, im Oktober 2014

 

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