Badesee für Bielefeld in der Johannisbachaue

Die Idee einen Badesee in Bielefelds Johannisbachaue anzulegen, geht auf die Jahre 1910 bis 1920 zurück und wird seither von fast allen Parteien verfolgt. Hierbei standen am Obersee die Aspekte „Stille Erholung“ und „Naturschutz“ und in der Johannisbachaue die Entstehung des Untersees mit intensiver Freizeitnutzung an erster Stelle.

  • 1932 Pläne einer 185.000 qm Binnenalster in Schildesche für Sportbegeisterte werden in der Westfälischen Zeitung veröffentlicht
  • 1948 Ratsherr Wilhelm Wehmeyer plädiert erstmals für den See
  • 1970 SPD Bürgermeister Herbert Hinnendahl fordert:
    Aufnahme des Gesamtkonzeptes in das NRW-Programm 1975
  • Stadt Bielefeld erwirbt 190 ha Gelände für 36. Mio. DM (US 21.Mio.)
  • 9. September 1982 erste Stufe:
    Fertigstellung 18 ha Obersee und Freifläche von 80 ha
  • 1983 Klaus Schwickert schließt Vertrag für die Stadt Bielefeld mit dem Werre-Wasser-Verband:
    Gemeinschaftsaufgabe Untersee als Hochwasserschutz sowie Zweck der Wasser- und Landschaftsbezogenen Erholung
  • 1983 beschließt rot-grüne Mehrheit in Bielefeld:
    die Realisierung des Untersees nicht fortzuführen
  • 1985 liegt der Vorentwurf zur Umweltverträglichkeitsstudie vor
  • 1989 – 1994 bürgerliche Ratsmehrheit greifen die Pläne wieder auf
  • 1994 Koalition aus SPD – Bündnis 90/ Die Grünen vereinbaren: Johannisbachaue zu einem naturnahen Erholungsgebiet umgestalten
  • 30.03.1995 Rat beschließt: ein „Runder Tisch“ bewertet die Untersuchungsergebnisse der Umweltverträglichkeitsstudie
  • 27.08.1998 Ratsbeschluss: Auftrag einer Studie zum Bau des Untersees und Untersuchung der Machbarkeit unter technischen, wirtschaftlichen, ökologischen und freizeitbezogenen Gesichtspunkten
  • Juni 2000 Ingenieurbüro Obermeyer aus Potsdam präsentiert
    Schlussbericht des Seekonzeptes:
    ➢ ca. 47 ha große Wasserfläche (1,7km * 300m, mittlere Tiefe 2,5 m)
    neben erhaltenswertem Mäanderbereich des Johannisbachs
  • Seitdem herrscht in der Bielefelder Stadtentwicklungspolitik Stillstand